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Tierhaltererklärung

Bekanntgabe im VIS

Die Ergebnisse der Erhebung von Schwanz-/Ohrverletzungen sowie die Ergebnisse der Risikoanalyse inkl. Optimierungsmaßnahmen über ein bestimmtes Kalenderjahr müssen in Form der Tierhaltererklärung via VIS der zuständigen Behörde bekannt gegeben werden.

 Die Tierhaltererklärung kann ausschließlich über das online-Formular im VIS abgegeben werden.
Etwaige Dokumente können optional hochgeladen, aber nicht per Fax oder Post übermittelt werden.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Eine ausführliche Anleitung zur Eintragung der Tierhalter Erklärung im VIS finden Sie hier.

Zugriffsdaten 

Für die Abgabe der Tierhaltererklärung sind VIS Zugriffsdaten erforderlich, die Sie hier anfordern können, sofern Sie nicht bereits über welche verfügen.

Ablaufschema

Zeitrahmen

Die Tierhaltererklärung für ein bestimmtes Kalenderjahr beruht auf den Ergebnissen (Erhebung der Verletzungen; Risikoanalyse bei Betrieben mit kupierten Schweinen) des Vorjahres und kann frühestens am 1. Dezember ebendieses Vorjahres abgegeben werden.
Beispiel: Die Tierhaltererklärung für das Jahr 2024 basiert auf den Ergebnissen des Jahres 2023 und kann ab 1. Dezember 2023 abgegeben werden.

Bis zum 31.3. des Folgejahres hat die Tierhaltererklärung verpflichtend elektronisch im VIS vorzuliegen. 

Zugriffsdaten & Anleitung

Für die Abgabe der Tierhaltererklärung sind VIS Zugriffsdaten erforderlich, die Sieanfordern können, sofern Sie nicht bereits über welche verfügen.

 Eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie hier.

Servicestellen für Tierhaltererklärungen

Schweinehalter:innen, die bei Abgabe der Tierhaltererklärung im VIS Unterstützung benötigen, können sich an eine VIS Servicestelle wenden.  

Kontrollen der zuständigen Behörden

Im Rahmen der Tierschutzkontrollen können Tierhaltererklärungen hinsichtlich Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben kontrolliert werden.

Der Fokus der Tierschutzbehörden liegt in den ersten Jahren auf die Information über die oben genannten Verpflichtungen (Beraten statt Bestrafen).

Konditionalität

Das fristgerechte Vorliegen der Tierhaltererklärung ist bei Betrieben, die Schweine mit kupierten Schwänze halten, Teil der Konditionalitäts-Kontrolle der AMA

Rechtlicher Hintergrund

Das Kupieren von Schwänzen ist gem. der EU-Schweinehaltungsrichtlinie nur dann erlaubt, wenn die Notwendigkeit dafür anhand der Verletzungshäufigkeit im Schweinebestand nachgewiesen wurde. 

Daher wurden alle Schweinehalter:innen gem. 1. Tierhaltungsverordnung verpflichtet,

  • regelmäßig  die Häufigkeit von Schwanz- und/oder Ohrverletzungen je Tierkategorie (Saugferkel, Absetzferkel, Jungsauen/-eber, Mastschweine) zu erheben, sowie
  • bei Haltung von kupierten Schweinen jährlich eine Risikoanalyse durchzuführen, auf Basis derer Optimierungsmaßnahmen in der Haltung abzuleiten sind.

Begründungen für die Haltung kupierter Schweine

  • Sollten im Jahr der Erhebung mehr als zwei Prozent der Tiere an Schwänzen und/oder Ohren verletzt sein, ist die Haltung kupierter Schweine für das folgende Kalenderjahr begründet.
  • Sollte für einen Betrieb, von dem Schweine bezogen werden, dass Kupieren der Schwänze aufgrund der Verletzungsquote begründet bzw. unerlässlich sein, gilt diese Unerlässlichkeit betriebsübergreifend für den abnehmenden Betrieb selbst dann, wenn dessen Anteil verletzter Tiere unter zwei Prozent liegt.

Risikoanalyse 

Schweinehalter:innen müssen zudem die Risikofaktoren, die das gegenseitige Schwanz- bzw. Ohrbeißen begünstigen können, analysieren und aus den Ergebnissen Optimierungsmaßnahmen (bspw. hinsichtlich Beschäftigungsmaterial) ableiten. 

Weiterführende Informationen

Detaillierte Informationen dazu, insbesondere die Leitlinie für die Durchführung der Risikoanalyse und Ansprechpartner:innen für fachliche Fragen zur Erhebung der Verletzungen, der Risikoanalyse und Optimierungsmaßnahmen, finden Sie auf folgenden Websites: