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Häufig gestellte Fragen

Fragen als Equideneigentümer

Nein, als ausschließlicher Eigentümer eines Equiden müssen Sie nicht im VIS registriert werden. Sollten Sie aber gleichzeitig auch Halter des Equiden sein, müssen Sie sich im VISregistrieren lassen und bekommen damit eine VIS Registrierungsnummer (= Betriebsnummer = LFBIS Nummer) zugeteilt, sofern Sie nicht ohnedies bereits als landwirtschaftlicher Betrieb oder Tierhalter registriert sind.

Als Eigentümer sind Sie verpflichtet, das Tier bei einer passausstellenden Stelle (z.B. Zuchtverband, Pferdesportverband, …) zu identifizieren und – sofern erforderlich – die Ausstellung eines Pferdepasses zu beantragen. Dabei ist auch der aktuelle Equidenhalter inklusive seiner VIS Registrierungsnummer bzw. LFBIS-Nummer anzugeben. Die Daten des Tieres werden von dieser Stelle an die zentrale EQDB übertragen.

Nein, als ausschließlicher Eigentümer führen Sie keine Meldungen direkt im VIS durch. Aufgrund der Eintragung in die EQDB wird im VIS entweder eine Geburtsmeldung oder eine Zugangsmeldung (im Fall der Registrierung nach Verbringung aus einem EU-Land oder Einfuhr aus einem Drittland) generiert. Dieser Meldevorgang läuft automatisch ab und erfordert kein weiteres Zutun des Eigentümers.

Im VIS ist vom Equideneigentümer keine Meldung erforderlich. Der Eigentümerwechsel muss im Pferdepass und in der EQDB vermerkt werden. Geht mit dem Eigentümerwechsel auch ein Wechsel des Equidenhalters (Pferdestallbesitzer, Landwirt, …) einher, obliegt die Pflicht der Abgangs- bzw. Zugangsmeldung im VIS sowohl dem bisherigen als auch dem künftigen Equidenhalter.

Für Equiden, die aus dem EU Ausland nach Österreich gebracht werden, muss vom Equideneigentümer ein Eintrag im Pferdepass bzw. in der EQDB via passausstellender Stelle, inklusive Angabe des österreichischen Equidenhalters und dessen VIS-Registrierungs- bzw. LFBIS-Nummer, veranlasst werden. Aus diesen Daten wird über die EQDB im VIS die Zugangsmeldung erstellt. Im Fall, dass der Equide aus einem Drittland nach Österreich importiert wird, muss sich der Equideneigentümer an eine passausstellende Stelle (Zuchtverband, Pferdesportverband, …) zur Identifizierung des Tieres wenden. Von dort aus erfolgt der Eintrag in der EQDB. Sollte der Pferdepass nicht den EU-Vorgaben entsprechen, wird ein neuer Pferdepass ausgestellt.

Hinweis: Alle Verbringungen von Equiden aus einem oder in ein EU-Ausland (=Mitgliedstaat der EU) bzw. aus einem oder in ein Drittland sind TRACES pflichtig. Wenden Sie sich bitte an den zuständigen Amtstierarzt, der für die Ausstellung des entsprechenden Zeugnisses zuständig ist.

  • Geburtsmeldung: Aufgrund von Pferdepassdaten für ein Fohlen, das in Österreich geboren wurde.
  • Zugangsmeldung: Aufgrund der Identifizierung eines Equiden, welcher nicht in AT geboren wurde oder im Fall der nachträglichen Identifizierung eines Equiden.

Ja, die Information muss weitergegeben werden, da der Equidenhalter zur Meldung im VIS verpflichtet ist.

Ja. Bereits seit 2008 ist die Identifizierung von Equiden verpflichtend. Wenden Sie sich in diesem Fall an eine passausstellende Stelle (Zuchtverband, Pferdesportverband, ….).

Fragen als Equidenhalter

Im VIS müssen Zu- und Abgänge sowie Verendungen vom Equidenhalter eingetragen werden. Die Frist beträgt sieben Tage ab dem zu meldenden Ereignis. Wesentlich zur Identifizierung des Tieres ist die UELN, diese muss dem Equidenhalter bekannt und in der EQDB eingetragen sein.

Bisher wurde im VIS nur die Anzahl der gehaltenen Equiden unter dem Menüpunkt Tierhaltungsdaten erfasst. Künftig müssen die Bewegungsmeldungen sowie Verendungen der Tiere im VIS eingetragen werden. Zusätzlich sind alle bereits am Betrieb gehaltenen Equiden durch eine Zugangsmeldung nachzuerfassen.

Anzugeben sind das Meldeereignis, das Datum des Ereignisses sowie die UELN. Das Tier muss in der EQDB identifiziert sein, nur dann kann die Bewegungsmeldung im VIS durchgeführt werden.

Sobald Sie die erste Zugangsmeldung für einen Equiden durchführen, wird die Equidenhaltung aktiviert. Sie können sich aber auch bereits vor dem Zugang eines Equiden an das VIS wenden und die Equidenhaltung aktivieren lassen.

Der Equidenbestand wird laufend auf Basis der Bewegungsmeldungen geschätzt und unter dem Menüpunkt Tierhaltungsdaten angezeigt. Stichtagsbestände werden nur im Bedarfsfall von der zuständigen Veterinärbehörde oder im Rahmen der VIS Jahreserhebung erfasst.

Nein. Im VIS ist der Equidenhalter registriert, verfügt über persönliche VIS Zugriffsdaten und ist verpflichtet, die entsprechenden Bewegungsmeldungen innerhalb von sieben Tagen einzutragen. Der Eigentümer kann diese Meldung daher nicht übernehmen; es sei denn, er ist auch Halter des Tieres.

Liegt ein Ausnahmegrund gem. des Artikels 64 lit c) der Verordnung 2019/2035 vor (dies wären z.B. Verbringungen zu Turnieren, Pferdeschauen, Holzrückearbeiten oder von Zuchtstuten während der Decksaison) muss bis zu einer Aufenthaltsdauer von bis zu 90 Tagen weder der Ab- noch der Zugang für das Tier gemeldet werden. Für Zuchthengste, die zur Deckung verbracht werden, ist keine verpflichtende Bewegungsmeldung durchzuführen.

Für solche Tiere gilt – falls kein einziges, lebenslang gültiges Identifizierungsdokument (=Pferdepass) ausgestellt wurde – ein vereinfachtes Verfahren zur Identifizierung, sofern a) die Equiden jünger als zwölf Monate sind; b) eine lückenlose Rückverfolgbarkeit der Tiere vom Geburtsbetrieb bis zum Schlachthof im selben Mitgliedstaat gegeben ist. Die Fohlen müssen auf direktem Weg zum Schlachthof transportiert werden, und während dieses Transports müssen sie einzeln mit einem injizierbaren Transponder, einer herkömmlichen oder elektronischen Ohrmarke oder einem herkömmlichen oder elektronischen Fesselband gekennzeichnet sein. (vgl. VO (EU) 2021/963, Art 43 (2) lit a bis d)

Nein. Bei dauerhafter Verbringung erfolgt eine Abgangsmeldung durch den bisherigen Equidenhalter. Bei allen Abgangsmeldungen erfolgt keine Angabe des Bestimmungsortes.

Als Equidenhalter sind Sie verpflichtet eine Zugangsmeldung im VIS einzutragen. Die Meldefrist beträgt sieben Tage ab dem Ereignis. Voraussetzung für die Meldung ist, dass die UELN in der EQDB eingetragen wurde.

Verfügt das Tier über einen EU-konformen Pferdepass, gilt dieser natürlich auch in Österreich. Die Identifizierung des Tieres obliegt dem Equideneigentümer und dieser muss sich dafür an eine passausstellende Stelle (Zuchtverband, Pferdesportverband, …) wenden, wo auch der Eigentumswechsel in den Pferdepass eingetragen werden soll.

Im Falle eines Turniers wird die Ausnahmebestimmung, wonach ein Aufenthalt zum Zwecke eines Wettbewerbs erst ab 90 Tagen zu melden ist, schlagend.

Nein. Im Falle eines Holzrückeeinsatzes wird die Ausnahmebestimmung, wonach ein Aufenthalt erst ab 90 Tagen zu melden ist, schlagend. Es ist keine Zu- oder Abgangsmeldung des Equiden erforderlich.

In diesem Fall muss im VIS die Verendungsmeldung erledigt werden. Der Pferdepass muss bei der zuständigen BH abgegeben werden und wird von dort an das Ministerium (=Kontaktstelle), zum Austrag des Equiden aus der Datenbank, weitergeleitet. In der EQDB wird für dieses Tier ein Todesdatum eingegeben. Für den Equideneigentümer besteht die Möglichkeit, nach der Bearbeitung den Pferdepass als Andenken zurück zu erhalten. Bitte legen Sie für diesen Fall ein ausreichend frankiertes Kuvert dem Pferdepass bei.

Es besteht keine Ausnahme, Equiden müssen seit 2008 in der EQDB identifiziert und seit 2022 deren Bewegungen an das VIS gemeldet werden.

Der Equidenhalter muss in Bezug auf das VIS keine weiteren Aufzeichnungen führen.

Sie machen im VIS eine Zugangsmeldung und geben in diesem Fall das Geburtsdatum des Tieres als Ereignisdatum an.

Die Erfassung von Aufenthalten dient zur Seuchenprävention und zur effizienten sowie effektiven Maßnahmensetzung im Seuchenfall. Daher ist der:die Stallbetreiber:in als Equidenhalter:in für die Bewegungsmeldungen verantwortlich, auch wenn keine weiteren Verantwortungen in Bezug auf die Tierhaltung übernommen werden.