VIS Logo

Veterinärinformationssystem

Logo Ovis Information Recht
© Foto: Ingo Bartussek/stock.adobe.com
×
  VIS  ⁄  Recht  ⁄  Allgemein  ⁄  Ziele

Ziele

Das Verbrauchergesundheitsinformationssystem ist eine elektronische Datenbank, die der Veterinär- und Lebensmittelbehörde als Unterstützung in der Erfüllung ihrer amtlichen Aufgaben zur Verfügung steht.

Aufgebaut und betrieben wird die Datenbank im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMASGK) von der Bundesanstalt Statistik Austria (STAT).

Die Basisrechtsgrundlagen bilden das Tierseuchengesetz (TSG) sowie das Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz (LMSVG).

Gemäß TSG müssen Betriebe in einem Register aufgenommen werden, auf denen Tiere gehalten werden, die von im TSG genannten Krankheiten betroffen sein können.  

Gemäß LMSVG müssen Betriebe in einem Register aufgenommen werden, die als „Lebensmittelunternehmer“ dem LMSVG unterworfen sind. Der Begriff des Lebensmittelunternehmers ist dabei sehr weit gefasst und beinhaltet Betriebe von der Urproduktion über alle Be- und Verarbeitungsschritte sowie Handelsstufen bis zum Verkauf an den Endverbraucher.

Da sowohl ein großer Teil der von diesen Rechtsgrundlagen betroffenen Betriebe beiden Registern zugehörig ist als auch die verwaltungstechnische  Zuständigkeit häufig gemeinsam von der Veterinärbehörde und der für die amtliche Lebensmittelkontrolle zuständigen Behörde ausgeübt wird, wird die Vereinigungsmenge der Betriebe in einem gemeinsamen Register, dem Verbrauchergesundheitsinformationssystem geführt.

Die Tätigkeiten die an den einzelnen Betriebsstätten eines Unternehmens durchgeführt werden, können auf Basis eines umfassenden Betriebstypenkonzepts sehr detailliert beschrieben werden.

Die Daten der dem TSG unterworfenen Betriebe inklusive aller damit in Zusammenhang stehenden Funktionalitäten  firmieren unter der Bezeichnung  „Veterinärinformationssystem (VIS)“.

Die Gründe für die Errichtung eines zentralen Veterinärinformationssystems liegen in den damit in Zusammenhang stehenden Möglichkeiten:

  • Effiziente Seuchenprävention und -bekämpfung 

    Die Prävention und die Bekämpfung von Tierseuchen haben in der österreichischen Gesundheitspolitik einen besonders hohen Stellenwert, da durch solche Maßnahmen die Versorgung mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln, die in Österreich seit langem eine Selbstverständlichkeit ist, gewährleistet werden kann.
  • Rasche Informationen im Krisenfall 

    Seuchenprävention und Seuchenbekämpfung können umso schneller und effizienter erfolgen, je genauer der gesamte Tierbestand registriert ist und je rascher auf derartige zentral verwaltete Daten zur Informationsbeschaffung über Tierbestände und Tierbewegungen zugegriffen werden kann.
  • Kontaktbetriebe

    Auf Basis der gemeldeten Tierverbringungen ist klar, welche Betriebe wann in welcher Richtung miteinander Kontakt hatten, sodass  im Falle eines Seuchenausbruchs von den amtlichen Veterinären die erforderlichen Maßnahmen wie Betriebssperren und Zonenziehungen auf gefährdete oder als gefährdend eingestufte Betriebe und Gebiete eingeschränkt werden können.
  • Minimierung  betriebs- und volkswirtschaftlicher Schäden 

    Eine kurze Zeitspanne, in welcher potentiell gefährdete Betriebe als solche erkannt und nötigenfalls Seuchen bekämpfende Maßnahmen auf diesen eingeleitet werden, trägt entscheidend zur Verringerung betriebs- und volkswirtschaftlicher Schäden bei.
  • Dokumentation

    Im VIS werden die amtlichen veterinären Kontroll- und Untersuchungsergebnisse gespeichert. Diese dokumentieren sowohl die aktuelle Situation als auch die Entwicklung entlang der Zeitachse und werden für Berichte und statistische Auswertungen verwendet.
    Zusätzlich werden sie der AGES zur Unterstützung bei der jährlichen Erstellung des Risikointegrierten Kontrollplanes zur Verfügung gestellt.